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LUXUS UND WAS WIR DARUNTER VERSTEHEN

LUXUS UND WAS WIR DARUNTER VERSTEHEN

  |   LIVE JOURNAL

Luxus ist heute ein oft beliebig und zudem gedankenlos verwendeter Begriff. Dabei unterliegt er eher einer ganz persönlichen Interpretation. Für den einen ist es vielleicht ein Bordeaux Chateau Latour ’61. Für den  anderen das eigene Bett, das rund um den Erdball mit in jedes Hotel reist. Und wieder andere sehen Luxus als all das an, was in Zeiten der weltweiten Hochindustrialisierung noch „fatto a mano“ aus Manufakturen kommt. Für immer mehr Menschen sind ideelle Werte wie Zeit, Ruhe, Frieden und ­­­­Verbindlichkeit jedoch das Kostbarste auf der Welt.

 

Ganz gleich wie ein jeder von uns Luxus für sich ganz persönlich begreift, unübersehbar ist: Luxus ist im Wandel und konzentriert sich wieder auf das Wertvolle jenseits materieller Freuden. Die Zeit reinen Konsumierens ist vorbei. Neuer Luxus sieht anders aus. Nicht Überfluss, nicht Verschwendung, nicht Dekadenz – Qualität steht im Mittelpunkt. Lebensqualität, Lebenskunst, immaterieller Luxus eben.

Immaterieller Luxus macht uns unabhängig vom Urteil unserer Umwelt. Zeit, Aufmerksamkeit, Konzentration Sinn und Ethik, Freude, Selbstverwirklichung und Verantwortung bestimmen das Luxusverständnis von heute.

 

In unserer Gesellschaft findet eine auffällige Individualisierung der Menschen statt. Über die rein existenziellen Bedürfnisse hinaus entwickeln sich verstärkt kulturelle, soziale und intellektuelle Bedürfnisse. Wir erkennen, dass sich heutzutage Luxus nicht ausschließlich über den Preis definiert, sondern zunehmend auch über nichtmaterielle Einflüsse. Denn die Menschen verstehen unter Luxus auch ein Mehr an Lebensqualität – Emotionen und Erlebbares wozu erstklassige Dienstleistungen und Plattformen können beitragen.

 

Und so könnte das Streben ­­nach immateriellen Werten die globale Luxus-Gemeinde bald ähnlich prägen wie einst „die Zurschaustellung der Dinge, die man zum  Leben hat“. Immaterielle Werte sind individuell und universell. Das verbindet. Und das zeigt sich in besonderen, außergewöhnlichen Momenten; wahrhaft wertvollen  Erlebnissen voll Emotionen und Erinnerungen, die das Herz erreichen. Werte, die bleiben, an die wir, ECD International, glauben, für die wir mit unserem unternehmerischen Ansatz stehen und die wir praktizieren. Unsere Arbeiten für unsere Kunden sind hierfür der schönste Beweis.

 

Kunst und Wirtschaft – Antagonismen oder nicht?

Wir fragen Samuel Keller, Direktor der renommierten Fondation Beyeler und Erfinder der Art Basel.

 

 

Herr Keller, gibt es etwas, was die Wirtschaft von der Kunst lernen kann?

 

Keller: Vielleicht, dass individuelle Freiheit eine wichtige Voraussetzung für Kreativität ist. Und dass die menschliche Fantasie und Kreativität günstige und unerschöpfliche Ressourcen sind.  Wie die Kunst kann auch die  Wirtschaft nicht nur materielle Werte schaffen, sondern auch solche, die emotionaler, intellektueller und kultureller Natur sind.

 

Und umgekehrt: Ist Kunst ein Teil der Wirtschaft?

 

Keller: Kunst ist seit Urzeiten und in allen Kulturen Teil der menschlichen Existenz. Wie auch die Wirtschaft, welche aber im Unterschied zur Kunst einem Zweck dient. Die Kunst bezweckt sich vor allem selber. Sie ist etwas anderes als die Wirtschaft, aber sie kann zum Teil der Wirtschaft werden, wenn sie im Auftrag gemacht ist oder in den Kunsthandel gelangt. In unserer vom wirtschaftlichen Handeln geprägten Welt wird die zeitgenössische Kunst oft für den Markt gemacht, sprich von Galerien und Auktionshäusern verkauft oder von Unternehmen angekauft. Kunst kann sowohl eine private, politische,  wirtschaftliche, soziale oder spirituelle Funktion haben. Sie ist sozusagen das Salz in der Suppe unserer Gesellschaft.

 

Aber Kunst existiert nicht ohne Käufer, Mäzene, Sammler, nicht wahr?

 

Keller: Kunst gibt es, weil es Künstler gibt. Künstler wollen, ja müssen sich ausdrücken und ihr Medium sind ihre Kunstwerke. Aber sie wollen auch Anerkennung erhalten und von ihrer Kunst leben können. Deshalb stellen sie ihre Werke aus und verkaufen sie, wenn es Interessenten gibt. Manchmal sehen sie es auch als eine interessante Herausforderung an, für ein Unternehmen zu arbeiten, gerade wenn es eine angesehene Marke ist oder ihre Arbeit dadurch von vielen Leuten gesehen werden kann.

 

Welche Chancen liegen Ihrer Meinung nach in der Zusammenarbeit zwischen Kunst und Wirtschaft?

 

Keller: Die Wirtschaft kann auf verschiedene Weise von der Kunst profitieren, beispielsweise von Werte-, Wissens-, Ideen- und Kontaktransfer. Kunstmuseen sind für Unternehmen als Plattform für die Kunden-, Lieferanten und Mitarbeiterpflege oder die Produktinszenierung wertvoll. Die Kunstwelt ist ein globales Netzwerk von kreativen und vermögenden Menschen, welche als experimentier- und konsum-freudige Meinungsmacher gefragt sind. Auch der persönliche Austausch mit Künstlern kann für Wirtschaftsverantwortliche wegen deren eigenständigen Ansichten interessant sein. Kunstförderung ist eine Investition in eine für Innovation, Emotion und Wandel offene Gesellschaft.

Kunst hat die Kraft und das unendliche Potenzial für Annäherung, Austausch und Verständigung. Den Standpunkt zu verändern und den Blick zu öffnen, führt zu neuer Erkenntnis und neuen Sichtweisen. Und die sind wichtig. Nicht nur für Unternehmen, sondern auch für die Gesellschaft.

 



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